... Vier Worte...
(Vertonung downloaden)

Nun liegst du dort,
erfüllt von Angst.
Deine Zeit kam,
vor vielen Tagen schon.
Du willst nicht gehen,
klammerst dich ans Leben.
Soviel hast du getan,
und doch nichts bereut.
Nichts von dem bereut,
was hätte bereut werden sollen.
Du fürchtest dich,
und trotzdem schaffst du es nicht,
vier Worte zu sagen.
Vier Worte,
die Erlösung versprechen,
vier Worte,
und das Eingeständnis
falsch gehandelt zu haben.

Nun holen sie dich.

Du hast den Kampf verloren
und wirfst deinen Frieden fort.
Denn du gehst,
ohne sie jemals gesagt zu haben,
die vier Worte.
So spreche ich sie für dich,
an deinem Grab:
„Es tut mir leid.“

Und ich denke an dich,
behalte einen Mann in Erinnerung,
der du nie wirklich warst,
aber immer sein wolltest.

04/05/2006