... So stehe ich dort droben ...

Wurzeln, die meine Beine umranken,
Winde, die meine Haare tanzen lassen,
Feuer, das in meinem Herzen brennt,
Regen, der mir ins Gesicht peitscht.

So stehe ich dort droben,
auf meinem steinigen Grab,
in meinem Wald der Seelen,
und sehe keinen Tag.

Den Griff des Schwertes fest umschlungen,
schweift der Blick zu dir zurück.
War bereit für dich zu sterben,
doch verlorenen wir uns Stück für Stück.

Dein Duft umspielt mich ein letztes Mal,
noch einmal deine Stimme hören,
noch einmal deine Wärme spüren,
noch einmal deine Lippen schmecken.

Erhobenen Schwertes stehe ich dort,
denn aufgeben will ich nicht,
und doch erstickt in mir das Wort,
und doch verliere ich dich.

So stehe ich dort droben,
auf meinem steinigen Grab,
in meinem Wald der Seelen,
und warte auf einen neuen Tag.

15/07/06