... Scherben ...
Wir sind zwischen den Welten
und doch im jetzt und hier,
im Kreis der Jungen und Alten,
setze ich mich zu dir.
Ein Bündel in meiner Hand,
dort eingehüllt in Tuch,
umschlossen mit einem Band,
Scherben und ein Buch.
Neben dir sitze ich,
schaue dich schweigend an,
du weinst ganz bitterlich
und in dir tobt ein Orkan.
Enttäuschung aus dir spricht,
das Herz so furchtbar schwer
fast vergessen das einstge Licht
in diesem dunklen Tränenmeer.
So sitze ich und sehe,
möchte dir so vieles sagen,
zeigen das ich verstehe,
dich ein wenig tragen.
Dies ist mein Versuch,
ein wenig Trost zu geben.
So breite ich aus mein Tuch,
zeige dir meine Scherben.
Viele Scherben liegen dort,
in Scherben liegt dort mein Herz,
würde alles geben für ein Wort,
doch das was bleibt ist Schmerz.
Eine Scherbe halte ich ins Licht,
spreche leise ein Gebet,
und wie der Strahl so bricht,
ein Regenbogen sanft entsteht.
Ein Regenbogen der Hoffnung,
strahlt dort in diesem Licht.
Mir fehlt der Leim zur Heilung,
doch aufgeben werde ich nicht.
In jeder deiner Scherben,
sich ein Regenbogen verbirgt,
wir müssen nur lernen,
das Liebe immer wirkt.
07/06/07